Klaus Merz - Helios Transport


Virus-Zeit: Gedichte lesen!

Lektüretipp von Gabriele Barbey, 15. März 2020


«Nur ein Schnarchen ist zu hören, frühmorgens über der todstillen Stadt. Er allein hält die Welt noch in Gang, spricht, stockend im Traum: Erbarme dich.»

Nicht etwa jetzt in der Corona-Virus-Ära geschrieben, obwohl die sehr kurzen, trockenen Gedichte frappant passen. Denn Merz, der Dichter (geboren 1945 in Aarau, lebt im Aargau), vergeudet keine Worte. Ihm geht es gleichzeitig ums Alltägliche und ums Wesentliche, so im schmalen Bändchen Helios Transport, im österreichischen Haymon Verlag erschienen. Also: ein paar Merz-Zeilen für jeden Virus-Tag – lenken nicht ab, tun gut!

Klaus Merz: Helios Transport. Gedichte. Mit fünf Pinselzeichnungen von Heinz Egger. 80 Seiten. Haymon Verlag, Innsbruck/Wien 2016.






Dieser Literaturtipp wurde erfasst am 15.03.2020 um 17:45 Uhr.



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